SPD sorgt sich um Trinkwassergewinnung für Garbsen:

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Stellen ein Maststall oder die Förderung von Schiefergas eine Gefahr für die Qualität des Garbsener Trinkwassers dar?

Das Trinkwasser, das der Wasserverband Garbsen – Neustadt an die Garbsener Haushalte liefert, hat eine hervorragende Qualität. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Garbsen sieht diese Qualität in Gefahr: „In der Nähe des Wasserschutzgebietes Forst Esloh soll ein großer Hähnchenmaststall gebaut werden und in der Nähe des Wasserschutzgebietes Hagen soll Schiefergas gefördert werden“, berichtet die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Erika Böker, die auch stellvertretende Verbandsvorsteherin des Wasserverbandes ist. „Wir wollen wissen, was das für das Trinkwasser der Garbsenerinnen und Garbsener bedeutet“, so Böker weiter.

Die SPD hat daher beantragt, diese Fragen in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung zu beraten. Nach dem Willen der Fraktion sollen Vertreter des Wasserverbandes über die aktuellen Entwicklungen berichten.

Für Böker ist schon jetzt klar, dass sauberes Trinkwasser Vorrang vor allen anderen möglichen Vorhaben behalten muss. „Wasser ist nicht nur eine Ware, sondern unsere Existenzgrundlage. Die dürfen wir auf keinen Fall gefährden“, so Böker.

In den anstehenden Genehmigungsverfahren müsse daher die Stimme des Wasserverbandes gehört werden. Darüber hinaus fordert die SPD-Fraktion auch die umfassende Information der betroffenen Bevölkerung. „Wenn die Presseberichte stimmen, wonach noch nicht einmal der Wasserverband genauere Informationen über die geplanten Vorhaben hat, wäre das ein wirklicher Skandal“, so Böker abschließend.
 

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1 Kommentar zu SPD sorgt sich um Trinkwassergewinnung für Garbsen:

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Berndt Günther

am um 09:21 Uhr

 

Hallo Erika,
schau dir die Wasserqualitätswerte der Wasserwerke an. Nitratbelastung (Stand 07/2010) Wasserwerk Hagen 30 mg/l (Richtwert 25 mg/l der Grenzwert liegt bei 50 mg/l, der Grenzwert für Klienkinder liegt bei 10 mg/l, die WHO fordert einen Grenzwert von 25 mg/l) beim Wasserwerk am Esloh (Stand 07/2010) ist der Indikator der Sulfatwert er beträgt 180 mg/l (Grenzwert 240 mg/l) hier werden Sulfide, wie z.B. Pyrit durch den Nitrateintrag in Sulfat umgesetzt. Der Nitratwert ist deshalb so niedrig. Ist das Sulfit verbraucht steigen die Nitratwerte dramatisch. Nähere Informationen findest du auch bei der Akademie für Technikabschätzung in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2002. Weitere Informationen über die Wasserqualität von Grundwasser und Gewässern findest du unter www.fgg-weser.de

Viele Grüße aus Wunstorf

Berndt Günther


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